Essen und Trinken nach dem Sport
Rezept drucken
Essen und Trinken nach dem Sport sind ein großer Genuss und kitzeln besonders unsere Sinne. Allerdings sollten Sie beides nicht ausschließlich als Belohnung für die Seele sehen.
Essen und Trinken nach dem Sport
Rezept drucken
Essen und Trinken nach dem Sport sind ein großer Genuss und kitzeln besonders unsere Sinne. Allerdings sollten Sie beides nicht ausschließlich als Belohnung für die Seele sehen.
Anleitungen
  1. Essen und Trinken nach dem Sport dienen vor allem der Regenration. Je umfangreicher und intensiver eine Bewegungseinheit war, umso stärker steht danach auch die Regeneration Ihres Organismus im Fokus. Sie sollten Ihrem Körper daher das zukommen lassen, was erschöpfte Energie- und Nährstoffdepots auffüllt und gleichzeitig Reparatur- und Aufbaumaßnahmen fördert. Bei regelmäßiger, körperlicher Betätigung werden nicht nur Ihre Energiedepots geleert, Vitamine und Mineralstoffe werden stärker verbraucht und über den Schweiß gehen vor allem Mineralien wie Kalium, Magnesium und Kalzium, aber auch Jod und Eisen verloren.
  2. Ein guter Zeitpunkt für die Nahrungsaufnahme sind die ersten 30-45 min nach dem Sport. Dann ist Ihr Körper besonders aufnahmebereit für „Nachschub“.
  3. Für Sie im Gesundheitssport ist es vor allem wichtig, vollwertig, ausgewogen sowie vitamin- und mineralstoffreich zu essen. Vollkornbrot oder -nudeln füllen Kohlenhydratdepots auf, ohne große Blutzuckerschwankungen auszulösen, die den Körper stressen und die Erholung beeinträchtigen. Obst, Nüsse und Gemüse sorgen für Nachschub im Hinblick auf Vitamine und Mineralstoffe. Eiweiße (Hühnchen Fleisch, Fisch, Hüttenkäse, Quark, Ei) werden als Bausubstanz bei Reparaturvorgängen und beim Aufbau neuer Körpersubstanz (z.B. dem Muskelaufbau) benötigt.
  4. Vorsichtig sollten Sie mit fetten, schweren Speisen nach dem Sport sein, nicht nur im Hinblick auf die Kalorien … Um schwere Speisen verdauen zu können, muss die Durchblutung Ihrer Verdauungsorgane verstärkt werden. In der Folge wird Ihre Muskulatur weniger durchblutet, dringend erwartete Bau-, Funktions- und Reparaturstoffe erreichen sie nur eingeschränkt. Außerdem wird bei der Verdauungsarbeit viel Sauerstoff verbraucht. Dieser fehlt Ihrem Organismus dann natürlich bei seiner Regenerationsarbeit.
  5. Ist es Ihr Ziel, durch Aktivität Gewicht zu verlieren, so sollten Sie vor allem am Abend vorsichtig mit Kohlenhydraten (Kartoffeln, Brot, Nudeln) sein. Sie sorgen für eine Insulinausschüttung, die den Insulinspiegel im Blut auch über die Nacht hochhält. Die nächtliche Fettverbrennung wird blockiert. Auch Obst sollten Sie aufgrund seines hohen Kaloriengehaltes nur wenig verzehren (nicht mehr als 2 Hände pro Tag). Füllen Sie Ihre Depots vor allem mit Gemüse (roh oder gedünstet), magerem Fleisch und Fisch, Eiern in Maßen und mageren Käseprodukten auf. Essen Sie langsam, auch wenn Sie nach dem Sport „so richtig Appetit“ haben. Schnelles Essen bedeutet, dass Sie in kurzer Zeit viele Kalorien aufnehmen. Daher lieber langsam, aber mit Genuss essen, denn das Sättigungsgefühl stellt sich nach Zeit ein, nämlich nach ca. 15 min.
  6. Ihr Flüssigkeitshaushalt sollte mit Mineralwasser, Kräutertees oder Saftschorlen ausgeglichen werden. Wenn der Durst gelöscht ist, dann darf es auch ruhig ein kühles Bier oder ein gutes Glas Wein sein, wenn es Ihnen und Ihrer Seele guttut. Auf große Mengen Alkohol sollten Sie nach dem Sport aber verzichten. Alkohol ist ein Zellgift und wird daher vorrangig vom Körper abgebaut. Diese Energie geht der Regenerationsarbeit verloren, sodass die Regenerationsleistung des Organismus herabgesetzt wird. Mineralien und Spurenelemente, die durch den Schweiß verloren gegangen sind, können am schnellsten durch mineralstoffreiche Mineralwasser, einem alkoholfreien Bier oder gemixten Saftschorlen ausgeglichen werden. Die Schorlen sollten mit zuckerarmen Fruchtsäften (z.B. Apfel-, Johannisbeeren- oder Traubensaft) im Verhältnis 1:3 gemischt sein (1 Teil Saft, 3 Teile Wasser). Generell nicht zu kalt trinken, da es den Körper zusätzliche Energie kostet, die kalten Flüssigkeiten auf „Betriebstemperatur“ zu bringen.